| Datengewinnung | Vorteile | Nachteile | Anwendbar für |
| Verwendung der im Unternehmen vorhandenen Daten • Vertriebsdatenbank / Daten aus CRM-Systemen • Beschwerden • Internet-Logfiles • etc. | • Daten sind sehr leicht verfügbar • Sie sind häufig verhaltensrelevant, das heißt, sie spiegeln das tatsächliche (Kauf)verhalten der Kunden wider • Die Datenbeschaffung ist kostengünstig | • Daten werden nur indirekt erfasst • Die Qualität der Ergebnisse ist sehr stark von Struktur und Inhalten der Datenbanken abhängig. • Die Blickrichtung ist oftmals retrospektiv (vergangenheitsorientiert). | • Erste Strukturierungen der Informationen • Aufspüren von Informationslücken • bei gut gepflegten CRM-Systemen: auch fortlaufendes Monitoring |
| Informationen von Vertriebs- und Servicemitarbeitern • 1:1 Interviews • Mitarbeiterworkshops • schriftliche Befragungen • etc. | • Hohe Informationsdichte ist bei den Mitarbeitern vorhanden • Prospektive (zukunftsorientierte) Bewertungen sind möglich, • Förderung der Motivation bei den Mitarbeitern (kein Gefühl der Kontrolle) | • Keine Objektivität, da Individuelle Färbung der Informationen durch selektive Sichtweise der Mitarbeiter • Gefahr, dass wichtige Informationen zurück gehalten werden • Indirekter Datenzugang • meistens nur retrospektiv | • Ad-Hoc-Informationen • Anreicherung von Daten aus CRM-System oder anderen Quellen • Verbesserung der Interpretation quantitativer Ergebnisse • zur Planung weiterer Maßnahmen |
| Kundenbefragungen • schriftliche Befragung • telefonische Befragung / Blitzumfrage • Interviews unter Verwendung verschiedenster Techniken • Internet-Befragung • etc. | • Daten stammen direkt von den Kunden • Es kann Repräsentativität hergestellt werden • Es sind häufig quantitative Aussagen möglich (z.B. Kennzahlengenerierung) • Aussagen sind einstellungsrelevant, d.h., sie geben die Meinung der Kunden wieder | • Überwiegend einseitige Kommunikationsrichtung (vom Kunden zum Unternehmen) • Aussagen sind nicht unbedingt handlungsrelevant • Bei Interviews: Verzerrung durch den sogenannten „Interviewerfehler“ (unbewusste Beeinflussung) | • Ermittlung repräsentativer Ergebnisse • Generierung einer verlässlichen Datenbasis • Verlaufskontrollen • Generierung von Kennzahlen zur Kundenzufriedenheit |
| Kundenworkshops • Workshops mit bestimmten Kundengruppen • Workshops zu bestimmten Themen (Focus-Gruppen) | • Daten stammen direkt von den Kunden, • Beidseitige Kommunikationsrichtung • Aussagen sind einstellungsrelevant | • nur qualitative Daten • keine Repräsentativität • Aussagen sind nicht unbedingt handlungsrelevant | • Produktentwicklung und Innovation • Gewinnung vertrauenskritischer Informationen • Stärkung der Zusammenarbeit und Kundenbindung |
| Medien • Zeitungsartikel • Zeitschriften • Internet-Sites • etc. | • geringer Aufwand • Zeitnahe Information | • Indirekte Datengewinnung • Qualität abhängig vom Medium • nicht repräsentativ | • Monitoring der öffentlichen Meinung |
| Datenanalyse | Vorteile | Nachteile | Anwendbar für |
| Statistik • Deskriptive Statistik (z.B. Prozentränge, Mittelwerte) • Gruppenvergleiche • Datenverdichtung (z.B. Faktorenanalyse) • Klassifizierungen • etc. | • liefert quantitative Ergebnisse (z.B. Kennzahlen) • liefert oftmals repräsentative Ergebnisse • je nach Verfahren: geringer bis mittlerer Aufwand • OLAP-fähig: Ergebnisse können in Echtzeit generiert werden | • Ergebnisse erhalten Sinn erst durch die Interpretation • erfordert statistisches Know How | • Für die meisten Fragestellungen verwendbar |
| Datamining • Entscheidungsbäume • Neuronale Netze • etc. | • liefert in vielen Fällen verhaltensrelevante Ergebnis • Prospektive (in die Zukunft gerichtete Analysen) sind möglich • oftmals repräsentative Ergebnisse • OLAP-fähig | • aufwendig / teuer • erfordert geschulten Anwender | • Analyse komplexer Daten: z.B. Warenkorbanalysen, Auswertung von Datawarehouses / Datamarts |
| Qualitative Verfahren • Inhaltsanalyse • Critical Incident Technique • Strukturlegetechnik • etc. | • liefert qualitative Daten, die anders nicht zugänglich wären • hilft Themenfelder vorzustrukturieren | • sehr zeitaufwendig • wenig quantitative Ergebnisse (Kennzahlen) • nicht OLAP-fähig | • Vorstudien zur Produktentwicklung • Vorbereitung eines Fragebogens • Gewinnung vertrauenskritischer Informationen |