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Geschäftsführer und
verantwortlich für den Inhalt:
Uwe Weinreich (Anschrift s.o.)

Amtsgericht Oldenburg
HRB 4316
USt.-IDNr. DE 812704029

 
Wissen ist Markt!

Je mehr Sie über Ihre Kunden wissen, desto besser können Sie sich am Markt positionieren. Natürlich sammelt jedes Unternehmen heutzutage mehr Informationen über Kunden an, als jemals ausgewertet werden können. Das allein produziert aber noch kein Wissen.

 

Der "Customer Research Plan": Strukturiert zum Wissen

Erst strukturierte Informationen können zu Wissen transformiert werden und damit handlungsleitend und erfolgssteigernd im Unternehmen eingesetzt werden. Unter dem Stichwort Methoden finden Sie eine kurze Einleitung, wie der Prozess der Informationsgewinnung bei Kundenanalysen im Customer Research Plan sinnvoll strukturiert werden kann.

 

Wie gelangt man an die passenden Informationen? Am besten systematisch.Dazu dient der Customer-Research-Plan, den Sie für Ihr Unternehmen aufstellen können, genauso wie Sie einen Investitionsplan oder Marketingplan besitzen. Und ähnlich wie im Marketing müssen Sie auch in der systematischen Kundenkommunikation und -analyse einen Methodenmix anwenden, der zu Ihrem Unternehmen, Ihren Kunden und den Anforderungen an Ihr Wissen über Ihre Kunden entspricht. Ein solcher Plan vereint im Allgemeinen unterschiedliche Methoden der Datengewinnung und Analyse, um ein möglichst sicheres Ergebnis zu erzielen.

Möglichkeiten von Kundenanalysen

 

Vielfalt bringt Sicherheit

Diese Übersicht zeigt eine Auswahl geeigneter Analysemethoden mit ihren Vor- und Nachteilen:

Datengewinnung

Vorteile

Nachteile

Anwendbar für

Verwendung der im Unternehmen vorhandenen Daten
•  Vertriebsdatenbank / Daten aus CRM-Systemen

•  Beschwerden
•  Internet-Logfiles
•  etc.

•  Daten sind sehr leicht verfügbar
•  Sie sind häufig verhaltensrelevant, das heißt, sie spiegeln das tatsächliche (Kauf)verhalten der Kunden wider
•  Die Datenbeschaffung ist kostengünstig

•  Daten werden nur indirekt erfasst
•  Die Qualität der Ergebnisse ist sehr stark von Struktur und Inhalten der Datenbanken abhängig.
•  Die Blickrichtung ist oftmals retrospektiv (vergangenheitsorientiert).

•  Erste Strukturierungen der Informationen
•  Aufspüren von Informationslücken
•  bei gut gepflegten CRM-Systemen: auch fortlaufendes Monitoring

Informationen von Vertriebs- und Servicemitarbeitern
•  1:1 Interviews

•  Mitarbeiterworkshops
•  schriftliche Befragungen
•  etc.

•  Hohe Informationsdichte ist bei den Mitarbeitern vorhanden
•  Prospektive (zukunftsorientierte) Bewertungen sind möglich,
•  Förderung der Motivation bei den Mitarbeitern (kein Gefühl der Kontrolle)

•  Keine Objektivität, da Individuelle Färbung der Informationen durch selektive Sichtweise der Mitarbeiter
•  Gefahr, dass wichtige Informationen zurück gehalten werden
•  Indirekter Datenzugang
•  meistens nur retrospektiv

•  Ad-Hoc-Informationen
•  Anreicherung von Daten aus CRM-System oder anderen Quellen
•  Verbesserung der Interpretation quantitativer Ergebnisse

•  zur Planung weiterer Maßnahmen

Kundenbefragungen
•  schriftliche Befragung
•  telefonische Befragung / Blitzumfrage
•  Interviews unter Verwendung verschiedenster Techniken
•  Internet-Befragung
•  etc.

•  Daten stammen direkt von den Kunden
•  Es kann Repräsentativität hergestellt werden
•  Es sind häufig quantitative Aussagen möglich (z.B. Kennzahlengenerierung)

•  Aussagen sind einstellungsrelevant, d.h., sie geben die Meinung der Kunden wieder

•  Überwiegend einseitige Kommunikationsrichtung (vom Kunden zum Unternehmen)
•  Aussagen sind nicht unbedingt handlungsrelevant
•  Bei Interviews: Verzerrung durch den sogenannten „Interviewerfehler“ (unbewusste Beeinflussung)

•  Ermittlung repräsentativer Ergebnisse
•  Generierung einer verlässlichen Datenbasis
•  Verlaufskontrollen
•  Generierung von Kennzahlen zur Kundenzufriedenheit

Kundenworkshops
•  Workshops mit bestimmten Kundengruppen
•  Workshops zu bestimmten Themen (Focus-Gruppen)

•  Daten stammen direkt von den Kunden,
•  Beidseitige Kommunikationsrichtung
•  Aussagen sind einstellungsrelevant

•  nur qualitative Daten
•  keine Repräsentativität
•  Aussagen sind nicht unbedingt handlungsrelevant

•  Produktentwicklung und Innovation
•  Gewinnung vertrauenskritischer Informationen
•  Stärkung der Zusammenarbeit und Kundenbindung

Medien
•  Zeitungsartikel
•  Zeitschriften
•  Internet-Sites
•  etc.

•  geringer Aufwand
•  Zeitnahe Information

•  Indirekte Datengewinnung
•  Qualität abhängig vom Medium
•  nicht repräsentativ

•  Monitoring der öffentlichen Meinung

Datenanalyse

Vorteile

Nachteile

Anwendbar für

Statistik
•  Deskriptive Statistik (z.B. Prozentränge, Mittelwerte)
•  Gruppenvergleiche
•  Datenverdichtung (z.B. Faktorenanalyse)
•  Klassifizierungen
•  etc.

•  liefert quantitative Ergebnisse (z.B. Kennzahlen)
•  liefert oftmals repräsentative Ergebnisse
•  je nach Verfahren: geringer bis mittlerer Aufwand
•  OLAP-fähig: Ergebnisse können in Echtzeit generiert werden

•  Ergebnisse erhalten Sinn erst durch die Interpretation
•  erfordert statistisches Know How

•  Für die meisten Fragestellungen verwendbar

Datamining
•  Entscheidungsbäume
•  Neuronale Netze
•  etc.

•  liefert in vielen Fällen verhaltensrelevante Ergebnis
•  Prospektive (in die Zukunft gerichtete Analysen) sind möglich
•  oftmals repräsentative Ergebnisse
•  OLAP-fähig

•  aufwendig / teuer
•  erfordert geschulten Anwender

•  Analyse komplexer Daten: z.B. Warenkorbanalysen, Auswertung von Datawarehouses / Datamarts

Qualitative Verfahren
•  Inhaltsanalyse
•  Critical Incident Technique
•  Strukturlegetechnik
•  etc.

•  liefert qualitative Daten, die anders nicht zugänglich wären
•  hilft Themenfelder vorzustrukturieren

•  sehr zeitaufwendig
•  wenig quantitative Ergebnisse (Kennzahlen)
•  nicht OLAP-fähig

•  Vorstudien zur Produktentwicklung
•  Vorbereitung eines Fragebogens
•  Gewinnung vertrauenskritischer Informationen

 

 

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